Marktreport 2015: Ferienimmobilien auf Ibiza, Mallorca und Menorca

CRES - Center for Real Estate Studies

Rund 6000 Immobilien stehen derzeit auf den Balearen zum Verkauf, zu diesem Ergebnis kommt das Steinbeis Institut Center for Real Estate Studies in Freiburg. Wissenschaftler untersuchten im Auftrag der Porta Mondial AG, auf Ibiza vertreten durch Porta Ibiza, die Angebote aller großen Immobilienmakler auf Ibiza, Mallorca und Menorca.

Lesen Sie hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Daten & Fakten zu den Immobilienmärkten auf den Balearen.

Marktvolumen: Menorca vor Ibiza

Mit rund 4.000 Verkaufsofferten findet sich das größte Angebot auch auf der größten Insel des Archipels, auf Mallorca. Überraschend aber ist, dass die mit rund 95.000 Einwohnern am dünnsten besiedelte Insel, Menorca, ihre Schwesterinsel Ibiza (ca. 135.000 Einwohner) in Bezug auf Marktvolumen übertrifft. Rund 1.200 Immobilien stehen dort aktuell zum Verkauf, auf Ibiza knapp 900.

Immobilienangebot Balearen

Studienleiter Prof. Dr. Marco Wölfle erklärt dies mit der Eigentümerstruktur:

„Die Untersuchung hat gezeigt, dass Immobilien auf Ibiza bevorzugt zur exklusiven Eigennutzung gekauft werden.“ Verkauft werde nur, wenn der Besitzer sich entweder ganz von der Insel zurückzieht, oder sich innerhalb der Insel räumlich verändert.

Was alle Inseln eint, ist der Trend zum Südwesten. Auf allen Baleareninseln ist diese Region zwar in der Fläche eher klein, aber verfügt auf jeder Insel über das größte regionale Immobilienangebot (mindestens 20%).

Erwartungsgemäß attestieren die Wissenschaftler vor allem Ibiza und Mallorca ein hohes Ausstattungsniveau, über 40% der Immobilien der Balearen werden dem Luxus- bzw. gehobenen Segment zugeordnet. Wer es lieber einfacher hat, den erwartet auf Menorca das größte Angebot, hier verfügen zwei Drittel der Objekte über mittlere Ausstattungsmerkmale, 11% der Immobilienangebote sind eher einfach gestaltet.

Knapp die Hälfte der angebotenen Ferienimmobilien auf den Balearen verfügen über gehobene oder luxuriöse Ausstattung.

Mallorca und Ibiza– nur etwas für Reiche?

Das Preisniveau wird durch Lage und Ausstattung einer Immobilie bestimmt. Ein schöner Blick und luxuriöse Einrichtung haben auch auf den Balearen ihren Preis. Dennoch können Investoren auch in begehrten Regionen noch das eine oder andere Schnäppchen schlagen.

Begehrter Meerblick

Bei Ferienimmobilien in Insellagen spielt der Meerblick traditionell eine große Rolle. Bedingt durch die strengen Bauverordnungen ist der Platz in der ersten Küstenlinie begrenzt, mit entsprechend hohen Preisaufschlägen für den begehrten Blick aufs Mittelmeer.

Je nach Region können die Preisaufschläge für Meerblick gut über 50% liegen. Der inselweite Durchschnitt liegt auf Mallorca bei +41%, auf Menorca bei +37% und auf Ibiza bei +24%.

Preisaufschlag Meerblick Mallorca

Ibiza Preisaufschlag Meerblick

Menorca_immoblien-preisaufschlag-meerblick-marktreport

Empfehlung für Investoren

In ihrem Fazit stellten die Wissenschaftler fest, dass sich auf den Balearen verschiedenste Möglichkeiten für größere und kleinere Investitionsbeträge ergeben. Die Balearen-Inseln sind aufgrund ihrer unterschiedlichen Beschaffenheit und Eigenschaften differenziert zu betrachten. Während aus der Sicht des Kapitalanlegers Mallorca ins Auge sticht, ist Ibiza besonders für vermögende Eigennutzer mit Vorliebe zur Exklusivität attraktiv. Für Investoren mit der Absicht, Liegenschaften hauptsächlich selbst zu nutzen und dabei in einem überschaubaren Rahmen zu investieren, empfiehlt sich Menorca.

Besonders in den beiden Inselhauptstädten Ibiza-Stadt und Palma de Mallorca herrscht ein hohes Preisniveau je Quadratmeter. Beeinflusst von dem Wunsch, Urlaub zu machen und trotzdem urban mit den Vorzügen einer Stadt zu wohnen, sind Investoren bereit, deutlich höhere Summen zu zahlen als bei vergleichbaren Liegenschaften in den ländlichen Regionen der Inseln.

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